DKIM (DomainKeys Identified Mail) ist ein E-Mail-Authentifizierungsprotokoll, das sicherstellt, dass eine E-Mail während der Übertragung nicht manipuliert wurde und tatsächlich vom angegebenen Absender stammt. Es basiert auf der Verwendung digitaler Signaturen, die im Header jeder ausgehenden E-Mail enthalten sind. Empfänger-Mailserver können diese Signaturen mit öffentlichen Schlüsseln, die im DNS der Domain gespeichert sind, überprüfen.
Was leistet DKIM?
DKIM schützt E-Mails auf zwei Ebenen: Es bestätigt die Absender-Domain und stellt sicher, dass der Inhalt unterwegs nicht verändert wurde. Große E-Mail-Anbieter wie Google verlangen seit Februar 2024 einen gültigen DKIM- oder SPF-Eintrag, damit E-Mails bei Gmail-Empfängern ankommen. Für Absender mit hohem Versandvolumen (über 5.000 E-Mails pro Tag) ist DKIM zusammen mit SPF und DMARC Pflicht.
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Digitale Signaturen: DKIM fügt E-Mails eine digitale Signatur hinzu, die mit dem privaten Schlüssel der sendenden Domain erstellt wird. Diese Signatur wird in einem speziellen E-Mail-Header gespeichert.
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Öffentliche Schlüssel: Der öffentliche Schlüssel, der zur Verifizierung der Signatur benötigt wird, wird als TXT-Record im DNS der sendenden Domain veröffentlicht.
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Integrität der Nachricht: DKIM stellt sicher, dass der Inhalt der E-Mail während der Übertragung nicht verändert wurde.
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Vertrauenswürdigkeit: Empfänger-Mailserver können überprüfen, ob die E-Mail von einer autorisierten Quelle gesendet wurde, was das Vertrauen in die Nachricht erhöht.
Wie funktioniert DKIM?
DKIM arbeitet in drei Schritten: Der Absender signiert, veröffentlicht den Schlüssel im DNS und der Empfänger verifiziert die Signatur.
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Signierung der E-Mail: Der ausgehende Mailserver fügt jeder E-Mail eine DKIM-Signatur hinzu. Diese Signatur wird basierend auf dem Inhalt der E-Mail und dem privaten Schlüssel der Domain erstellt.
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Veröffentlichung des öffentlichen Schlüssels: Der öffentliche Schlüssel wird als DNS-TXT-Record veröffentlicht, damit empfangende Mailserver die Signatur überprüfen können.
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Verifizierung durch den Empfänger: Der empfangende Mailserver extrahiert die DKIM-Signatur und den öffentlichen Schlüssel der Domain aus dem DNS, um zu überprüfen, ob die E-Mail unverändert ist und von der angegebenen Domain stammt.
Wie sieht ein DKIM-DNS-Record aus?
Ein DKIM-Record ist ein DNS-TXT-Eintrag, der den öffentlichen Schlüssel zur Signaturprüfung enthält. Mit einem DKIM-Record-Generator lässt sich dieser Eintrag schnell und fehlerfrei erstellen.
default._domainkey.meine-domain.de. IN TXT "v=DKIM1; k=rsa; p=MIIBIjANBgkqh...<Schlüssel>"
Erklärung der einzelnen Parameter:
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v: Version des DKIM-Protokolls.
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k: Schlüsseltyp (z.B. RSA).
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p: Der öffentliche Schlüssel, der zur Verifizierung der DKIM-Signatur verwendet wird.
Wie arbeiten DKIM, SPF und DMARC zusammen?
DKIM ist Teil der E-Mail-Authentifizierung und arbeitet mit SPF und DMARC zusammen, um E-Mails umfassend abzusichern.
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SPF (Sender Policy Framework): Legt fest, welche Mailserver berechtigt sind, E-Mails im Namen einer Domain zu senden.
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DKIM: Stellt sicher, dass die E-Mail während der Übertragung nicht manipuliert wurde, und verifiziert, dass sie von der angegebenen Domain signiert wurde.
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DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting, and Conformance): Baut auf SPF und DKIM auf, um festzulegen, wie empfangende Mailserver mit E-Mails umgehen sollen, die die Authentifizierung nicht bestehen, und bietet Berichte über die E-Mail-Aktivitäten.
Gemeinsam bilden diese drei Protokolle eine umfassende Sicherheitsstrategie:
- SPF überprüft, ob die E-Mail von einem autorisierten Mailserver gesendet wurde.
- DKIM stellt sicher, dass die E-Mail unverändert und authentisch ist.
- DMARC kombiniert die Ergebnisse von SPF und DKIM und gibt Anweisungen, wie mit nicht authentifizierten E-Mails umgegangen werden soll.
Ob SPF-Record, DKIM-Record und DMARC-Record einer Domain korrekt eingerichtet sind, lässt sich mit einem SPF, DMARC & DKIM Check prüfen.
Welche Vorteile bietet DKIM?
DKIM verbessert die Zustellbarkeit und Sicherheit von E-Mails messbar.
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Schutz vor Manipulation: DKIM verhindert, dass E-Mails während der Übertragung verändert werden.
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Verbesserte Zustellbarkeit: E-Mails mit einer gültigen DKIM-Signatur werden von Spam-Filtern eher akzeptiert.
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Erhöhtes Vertrauen: Empfänger können sicher sein, dass die E-Mail authentisch ist und von der angegebenen Domain stammt.
Welche Einschränkungen hat DKIM?
DKIM allein reicht nicht aus — es schützt nur vor Manipulation, nicht vor unautorisiertem Versand.
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Einrichtung erfordert DNS-Zugriff: Wer einen DKIM-Record erstellen möchte, benötigt Zugriff auf die DNS-Einstellungen der Domain. Ein DKIM-Generator vereinfacht diesen Schritt.
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Abhängigkeit von DNS: Wenn der DNS-Server der Domain nicht erreichbar ist, können empfangende Mailserver die DKIM-Signatur nicht verifizieren.
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Unvollständiger Schutz: DKIM schützt nicht vor E-Mails von nicht autorisierten Mailservern, weshalb es in Kombination mit SPF und DMARC verwendet werden sollte.
Fazit
DKIM ist neben SPF und DMARC einer der drei Bausteine der E-Mail-Authentifizierung. Es stellt per kryptografischer Signatur sicher, dass E-Mails unterwegs nicht verändert werden. Die Einrichtung erfordert einen DNS-TXT-Record mit dem öffentlichen Schlüssel — ein DKIM-Record-Generator erstellt diesen in wenigen Sekunden. Für maximale Sicherheit sollten SPF, DKIM und DMARC gemeinsam eingerichtet und regelmäßig geprüft werden.
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