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SPF-Record

Zuletzt aktualisiert: 06.04.2026Autor: Redaktion DomainProvider.de · Lesezeit: 3 Min.

Ein SPF-Record (Sender Policy Framework) ist ein TXT-Eintrag im DNS, der festlegt, welche Server berechtigt sind, E-Mails im Namen einer Domain zu versenden. Empfangende Mailserver prüfen diesen Eintrag, um gefälschte Absenderadressen zu erkennen und Spoofing zu verhindern.

Warum ist ein SPF-Record wichtig?

Ohne SPF-Record kann jeder beliebige Server behaupten, E-Mails von Ihrer Domain zu versenden. Das ermöglicht Phishing, Spam und schädigt die Zustellbarkeit legitimer E-Mails.

Mit einem korrekten SPF-Eintrag prüfen empfangende Mailserver, ob die absendende IP-Adresse autorisiert ist. Das verbessert die Vertrauenswürdigkeit und Zustellrate Ihrer E-Mails. SPF ist neben DKIM und DMARC einer der drei Bausteine der E-Mail-Authentifizierung.

Auch große E-Mail-Anbieter setzen SPF voraus: Google verlangt seit Februar 2024 für den Empfang bei Gmail-Adressen mindestens einen gültigen SPF- oder DKIM-Eintrag. Wer mehr als 5.000 E-Mails pro Tag versendet, benötigt zusätzlich DMARC. Ohne diese Einträge werden E-Mails an Gmail-Empfänger zunehmend abgelehnt.

Wie sieht ein SPF-Record aus?

Ein SPF-Record ist ein DNS-TXT-Eintrag mit einer definierten Syntax. Mit einem SPF-Record-Generator lässt sich dieser Eintrag schnell und fehlerfrei erstellen.

example.com.   TXT   "v=spf1 ip4:192.0.2.10 include:mail.provider.de -all"

Dieser Eintrag bedeutet: Nur die IP-Adresse 192.0.2.10 und Server im SPF-Eintrag von mail.provider.de dürfen E-Mails für example.com versenden. Alle anderen werden abgelehnt (-all).

Welche Bestandteile hat ein SPF-Record?

Jeder SPF-Record beginnt mit der Versionsangabe und endet mit einer Abschlussregel.

  • v=spf1: Version des SPF-Protokolls (immer erforderlich)
  • ip4 / ip6: Zulässige IP-Adressen
  • include: Einbindung anderer Domains (z.B. externer Maildienstleister)
  • a: Erlaubt den Server, auf den der A-Record der Domain zeigt
  • mx: Erlaubt alle Server, die als MX-Record eingetragen sind
  • all: Abschlussregel — definiert den Umgang mit nicht autorisierten Servern

Was bedeuten -all, ~all und ?all?

Die Abschlussregel bestimmt, wie empfangende Server mit E-Mails von nicht autorisierten Quellen umgehen.

  • -all: Harte Ablehnung — nicht autorisierte Server werden abgewiesen
  • ~all: Weiche Ablehnung — wird als verdächtig behandelt, aber zugestellt
  • ?all: Neutral — keine Bewertung, SPF hat keinen Einfluss

Empfehlung: -all verwenden, wenn alle legitimen Versandserver im SPF-Record erfasst sind.

Worauf muss man bei der Konfiguration achten?

Ein fehlerhafter SPF-Eintrag kann dazu führen, dass legitime E-Mails im Spam landen oder abgewiesen werden.

  • Pro Domain darf nur ein einziger SPF-Record existieren — mehrere Einträge werden ignoriert
  • Maximal 10 DNS-Lookups (include, a, mx, redirect) — darüber hinaus schlägt die Prüfung fehl
  • Bei Nutzung externer Dienste (Microsoft 365, Google Workspace, Mailjet) deren SPF per include einbinden
  • SPF-Einträge regelmäßig mit einem SPF, DMARC & DKIM Check prüfen, ob sie korrekt konfiguriert sind

Wie arbeiten SPF, DKIM und DMARC zusammen?

SPF allein reicht nicht aus. Zusammen mit DKIM und DMARC bildet es eine umfassende E-Mail-Authentifizierung.

  • SPF: Prüft, ob der sendende Server autorisiert ist
  • DKIM: Signiert E-Mails kryptografisch und schützt vor Manipulation
  • DMARC: Wertet SPF- und DKIM-Ergebnisse aus und definiert Richtlinien für den Empfangsserver

Für maximale Sicherheit sollten alle drei Verfahren gemeinsam eingerichtet werden.

Fazit

Ein SPF-Record ist ein grundlegender Schutzmechanismus gegen E-Mail-Spoofing. Er legt per DNS-TXT-Eintrag fest, welche Server E-Mails für eine Domain versenden dürfen. Die Einrichtung erfordert einen korrekt konfigurierten DNS-Eintrag — ein SPF-Record-Generator erstellt diesen in wenigen Schritten. SPF sollte immer zusammen mit DKIM und DMARC eingesetzt werden.