Zum Inhalt springen

Registrar-Lock

Zuletzt aktualisiert: 12.06.2025Autor: Redaktion DomainProvider.de · Lesezeit: 2 Min.

Der Registrar-Lock ist ein Schutzmechanismus auf Domain-Ebene, der verhindert, dass eine Domain ohne ausdrückliche Freigabe durch den Inhaber übertragen (Transfer), gelöscht oder verändert werden kann. Diese Funktion dient in erster Linie der Sicherheit der Domainverwaltung und dem Schutz vor ungewollten oder unautorisierten Domaintransfers – beispielsweise durch Social Engineering, Providerwechsel ohne Zustimmung oder fehlerhafte Systemprozesse.

Funktion des Registrar-Locks

Typische Bezeichnungen für den Registrar-Lock

Standard Bezeichnung Beschreibung
EPP clientTransferProhibited Verhindert Domain-Transfers
EPP clientUpdateProhibited Verhindert WHOIS-Änderungen
EPP clientDeleteProhibited Verhindert Domain-Löschungen

Wann ist der Registrar-Lock sinnvoll?

  • Für alle produktiven Domains, insbesondere bei Geschäftsanwendungen
  • Wenn die Domain besonders wertvoll, bekannt oder angreifbar ist
  • Als zusätzlicher Schutz neben Zwei-Faktor-Authentifizierung und E-Mail-Bestätigung

Domains mit und ohne Registrar-Lock

  • .com, .net, .org, .info: Ja, Registrar-Lock verfügbar
  • .de (DENIC): Nein, kein Registrar-Lock – Schutz über Providerverfahren
  • .eu: Ja, unterstützt Sperrfunktion
  • Neue gTLDs (z. B. .shop, .online): Unterstützen in der Regel EPP-Locks

Bezug zu Domainregistrierung und Transfer

  • Bei Domain registrieren ist der Lock bei vielen Anbietern standardmäßig aktiviert
  • Für einen Providerwechsel muss der Registrar-Lock deaktiviert werden (z. B. in der Verwaltungsoberfläche oder durch Supportanfrage)
  • Nach erfolgreichem Transfer sollte der Lock wieder aktiviert werden

Registrar-Lock in Hosting- und Verwaltungsoberflächen

  • Viele Domain-Verwaltungssysteme ermöglichen das Setzen und Entfernen des Locks
  • Der Status ist auch über WHOIS oder RDAP abrufbar (clientTransferProhibited)

Empfehlungen zur Nutzung

  • Registrar-Lock sollte bei allen wichtigen Domains dauerhaft aktiviert sein
  • Vor Transfer oder Änderungen bewusst und nur temporär entsperren
  • Zugriffe auf die Domainverwaltung durch sichere Passwörter und ggf. 2FA absichern

Zusammenfassung

  • Der Registrar-Lock schützt Domains vor unautorisierten Transfers, Löschungen und Änderungen
  • Er ist für viele gTLDs verfügbar und sollte aus Sicherheitsgründen immer aktiviert sein
  • Eine Deaktivierung ist erforderlich, wenn die Domain zu einem anderen Anbieter übertragen werden soll
  • In Verbindung mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen hilft der Registrar-Lock, Domainmissbrauch effektiv zu verhindern