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Domain

Zuletzt aktualisiert: 02.06.2025Autor: Redaktion DomainProvider.de · Lesezeit: 4 Min.

Eine Domain ist die weltweit einzigartige Adresse einer Webseite im Internet. Sie ersetzt die technische IP-Adresse des Servers durch einen leicht merkbaren Namen – aus einer Zahlenfolge wie 93.184.216.34 wird beispielsweise eine lesbare Adresse wie beispiel.de. Domains bilden die Grundlage fuer den Aufruf von Webseiten, den Versand von E-Mails und zahlreiche weitere Internetdienste.

Wie ist eine Domain aufgebaut?

Jede Domain besteht aus mehreren hierarchisch geordneten Bestandteilen, die durch Punkte voneinander getrennt sind. Von rechts nach links gelesen ergibt sich folgende Struktur:

  • Top-Level-Domain (TLD): Der letzte Bestandteil einer Domain, etwa .de, .com oder .org. Man unterscheidet zwischen laenderspezifischen TLDs (ccTLDs) wie .de, .at oder .ch und generischen TLDs (gTLDs) wie .com, .net oder neueren Endungen wie .shop und .berlin.
  • Second-Level-Domain (SLD): Der frei waehlbare Teil direkt vor der TLD – bei beispiel.de ist das beispiel. Die SLD in Kombination mit der TLD bildet den eigentlichen Domainnamen und wird nur einmal vergeben.
  • Subdomain: Ein optionaler Bestandteil vor der Second-Level-Domain. Die bekannteste Subdomain ist www, doch auch andere Bezeichnungen wie shop.beispiel.de oder mail.beispiel.de sind moeglich. Subdomains werden vom Domaininhaber frei angelegt und erfordern keine separate Registrierung.

Die vollstaendige Bezeichnung einer Domain inklusive aller Ebenen wird als Fully Qualified Domain Name (FQDN) bezeichnet.

Was ist das Domain Name System (DNS)?

Das DNS ist das zentrale Verzeichnissystem des Internets, vergleichbar mit einem Telefonbuch. Es uebersetzt Domainnamen in die zugehoerigen IP-Adressen, damit Browser und andere Programme den richtigen Server erreichen. Wenn Sie eine Domain in die Adressleiste eingeben, durchlaeuft die Anfrage mehrere DNS-Server:

  1. Der Resolver Ihres Internetanbieters nimmt die Anfrage entgegen.
  2. Falls die Adresse nicht im Cache liegt, fragt er einen Root-Nameserver.
  3. Dieser verweist an den zustaendigen TLD-Nameserver (z. B. fuer .de).
  4. Der TLD-Nameserver verweist an den autoritativen Nameserver der angefragten Domain.
  5. Dieser liefert die IP-Adresse zurueck, und der Browser kann die Verbindung zum Webserver aufbauen.

Neben der reinen Namensaufloesung steuert das DNS ueber verschiedene Record-Typen auch weitere Dienste: A-Records und AAAA-Records verweisen auf IPv4- bzw. IPv6-Adressen, MX-Records legen den Mailserver fest, CNAME-Records definieren Aliase und TXT-Records enthalten Zusatzinformationen, etwa fuer die E-Mail-Authentifizierung via SPF oder DKIM.

Wie registriert man eine Domain?

Domains werden ueber sogenannte Registrare registriert – akkreditierte Anbieter, die als Vermittler zwischen dem Domaininhaber und der zustaendigen Registry (Vergabestelle) fungieren. Fuer .de-Domains ist die DENIC eG die zustaendige Registry, fuer .com-Domains ist es VeriSign.

Der Registrierungsprozess umfasst typischerweise folgende Schritte:

  1. Pruefung der Verfuegbarkeit der gewuenschten Domain ueber einen Domain-Check
  2. Auswahl des Domainnamens und der gewuenschten TLD
  3. Angabe der Inhaberdaten (WHOIS-Daten)
  4. Hinterlegung der Nameserver, die fuer die Domain zustaendig sein sollen
  5. Abschluss der Registrierung und Bezahlung der jaehrlichen Gebuehr

Die technische Kommunikation zwischen Registrar und Registry erfolgt dabei ueber das EPP-Protokoll (Extensible Provisioning Protocol).

Domain und Webhosting – was ist der Unterschied?

Eine Domain ist lediglich die Adresse – sie allein stellt noch keine Webseite dar. Damit unter einer Domain Inhalte erreichbar sind, wird zusaetzlich Webhosting benoetigt: Speicherplatz auf einem Server, auf dem die Dateien der Webseite liegen. Die Domain wird ueber DNS-Eintraege mit dem Webhosting verbunden, sodass Besucher beim Aufruf der Domain automatisch zum richtigen Server geleitet werden.

Viele Hosting-Anbieter bieten Domain und Webspace als kombiniertes Paket an. Es ist aber ebenso moeglich, Domain und Hosting bei unterschiedlichen Anbietern zu fuehren und ueber die Nameserver-Einstellungen zu verknuepfen.

Worauf sollte man bei der Domainwahl achten?

Die Wahl des richtigen Domainnamens beeinflusst die Auffindbarkeit, Merkbarkeit und Glaubwuerdigkeit einer Webseite. Folgende Kriterien sind dabei relevant:

  • Kuerze und Einpraegsamkeit: Kurze Domains sind leichter zu merken und weniger anfaellig fuer Tippfehler.
  • Relevanz: Der Domainname sollte zum Inhalt oder Unternehmen passen.
  • TLD-Wahl: Eine .de-Domain signalisiert einen Deutschland-Bezug, .com wirkt international.
  • Rechtliche Pruefung: Der Domainname darf keine geschuetzten Marken oder Namen Dritter verletzen.
  • Sonderzeichen: Umlaute (ae, oe, ue) sind ueber internationalisierte Domainnamen (IDN) moeglich, koennen aber in manchen Kontexten zu Kompatibilitaetsproblemen fuehren.

Mit einer gezielten Domainsuche laesst sich schnell pruefen, ob die gewuenschte Adresse noch verfuegbar ist und welche Alternativen in Frage kommen.